Centre for Atlantic and Global Studies Aktuelles
Mariana P. Cândido, Emory Universität, erhält erste transatlantische Brückenprofessur

Mariana P. Cândido, Emory Universität, erhält erste transatlantische Brückenprofessur

Die renommierte Historikerin und Expertin für Westzentralafrika, der atlantischen Welt und der afrikanischen Diaspora Mariana P. Cândido vom Emory College of Arts and Sciences in Atlanta, Giorga (USA) wird ab dem Wintersemester 2027 für drei Jahre ein halbes Jahr am Historischen Seminar und dem Center for Atlantic Studies der Leibniz Universität Hannover verbringen.

Mit dieser von der Volkswagen Stiftung bewilligten ersten transatlantischen Brückenprofessur wird Mariana P. Cândido gemeinsam mit Kolleg:innen des Historischen Seminars und des CEAGS der LUH die 500jährige Geschichte von Migration und Demokratie in der Atlantikregion mit folgenden Fragen erforschen: Warum ist Demokratie weltweit in Gefahr? Inwiefern tragen historische Muster von Ausgrenzung, in Sklaverei und Kolonialismus wurzelnd, zu aktuellen Krisen bei? Beleuchtet werden Konflikte um Rechte und politische Teilhabe ausgegrenzter Gemeinschaften, insbesondere von Frauen. Über den nordatlantischen Rahmen hinausgehend bringt die Kooperation afrikanische mit karibischen, (latein)amerikanischen und europäischen Perspektiven in Dialog. Entsprechende Publikationen richten sich an ein globales Publikum. Candido wird jährlich sechs Monate an der LUH verbringen (2027-2029), um auch ihr Buch „Global Angola: Angolans on the Move” zu schreiben, das die transatlantischen Lebenswege von Afrikaner:innen in die amerikanischen Minen des 16. Jh., die Plantagen des 19. Jh. und die Arbeitsmigration des 20. Jh. nachzeichnet. 

Der Standort Hannover eröffnet ihr Zugang zu deutschen Museen, die Sammlungen dieser Migrationen beherbergen. Die Partnerschaft stärkt die akademische Freiheit in einer Zeit, in der Forschung zu Sklaverei, Kolonialismus und Migration unter Druck ist, und zeigt, dass internationale Kooperation und evidenzbasierte Wissenschaft nach wie vor unerlässlich sind, um Ungleichheit zu benennen und Zugehörigkeit und demokratische Teilhabe zu verteidigen.

Die Pressemitteilung der Volkswagen Stiftung finden Sie hier.